Trassenwarnband

Trassenwarnband dient zur Markierung und Warnung von Kabeln und Rohren im Erdbereich. Es wird ca. 30 - 40 cm oberhalb der entsprechenden Versorgungsleitung verlegt und dient als Warnung beim erneuten Öffnen der Erddecke. Außerdem wird auf die Art der Versorgungsleitung hingewiesen. Die Trassenwarnbänder sind durch eine Folie versiegelt und somit Witterungs- und Verrottungsresistent.


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Informationen zu Trassenwarnband, Trassenband und Ortungsband

Angefangen bei Strom- und Glasfaserkabeln über Wasser- und Gasleitungen bis hin zu Telekommunikationskabeln sind wir heute von unterirdischer Infrastruktur umgeben. Allein in Deutschland beträgt die Netzlänge von erdverlegten Ver- und Entsorgungsleitungen in einer Größenordnung von rund 5.650.000 km.

Es ist naheliegend, dass diese Leitungsnetze dokumentiert und gekennzeichnet werden müssen, um Schäden an Leitungen für Gas, Starkstrom, Wasser, Telekommunikation, wie z.B. Glasfaserkabel der Telekom oder anderen Telekommunikationsanbietern bei Erdarbeiten zu verhindern und Gefahren bei Arbeiten im Erdreich für Mensch und Infrastruktur zu minimieren.

Begriffsdefinition von Trassenwarnband, Trassenband und Ortungsband

Alle drei Begriffe sind sich ähnlich, aber wo genau liegt der Unterschied? Kurzum: Ein Trassenwarnband ist exakt das Gleiche, wie ein Trassenband. Es handelt sich um ein genormtes Kunststoffband, welches im Erdreich verlegt wird, um Kabel und Rohre, wie z.B. Starkstromkabel oder eine Gasleitung zu markieren. Ein Ortungsband verfügt darüber hinaus über eingearbeitete Drähte, die das Ortungsband und somit die darunter liegende Leitung auffindbar macht, beispielsweise eine Wasserleitung.

Wo kommt Trassenwarnband zum Einsatz?

Das Trassenwarnband dient in erster Linie der visuellen Warnung für Bauarbeiten im Erdreich. Der Großteil aller Schäden an Rohrleitungen und Kabeln in der Erde ist auf Baggerarbeiten zurückzuführen. Teure Ausfälle und Reparaturen an Erdkabeln, Wasserleitungen und Co, lassen sich durch den Einsatz von Trassenwarnband sehr einfach minimieren oder gar vermeiden.

Da die verschiedenen Leitungen und Rohre im Erdreich in unterschiedlicher Tiefe verlegt sein können, wird das Trassenwarnband oder Ortungsband ca. 40 cm oberhalb der Leitung oder des Rohrs verlegt, damit bei Arbeiten im Erdreich zunächst das Trassenwarnband oder Ortungsband durchtrennt wird und nicht die Wasserleitung, Starkstromkabel oder gar das Glasfaserkabel der Telekom. Zusätzlich hat ein Trassenwarnband einen entsprechenden Aufdruck.

Folgende Aufdrucke sind bei uns üblich oder möglich:

  • Trassenwarnband grün "Achtung Abasserleitung"
  • Trassenwarnband grün "Achtung Abwasserdruckleitung"
  • Trassenwarnband gelb "Achtung Autobahnkabel"
  • Trassenwarnband grün "Achtung Druckluftleitung"
  • Trassenwarnband gelb "Achtung Erdwärmeleitung"
  • Trassenwarnband gelb "Achtung Gasleitung"
  • Trassenwarnband gelb "Achtung Hochspannungskabel"
  • Trassenwarnband gelb "Achtung Kabel"
  • Trassenwarnband gelb "Achtung Niederspannungskabel"
  • Trassenwarnband grün "Achtung Rohrleitung"
  • Trassenwarnband gelb "Achtung Starkstromkabel"
  • Trassenwarnband blau "Achtung Trinkwasserleitung"
  • Trassenwarnband gelb "Achtung Versorgungsleitung"
  • Trassenwarnband blau "Achtung Wasserleitung"
  • Trassenwarnband gelb "Achtung Glasfaserkabel"
  • Trassenwarnband gelb "Achtung Deutsche Telekom"

Individuelle Aufdrucke sind ebenfalls möglich. Da wir nicht nur Groß-Händler/Lieferant, sondern Hersteller von Trassenwarnband sind, können wir Ihnen auch individuell bedrucktes Trassenwarnband bei kurzer Lieferzeit anbieten.

Worin unterscheided sich ein Trassenwarnband ggü. einem normalen Warnband, wie z.B. Absperrband?

Da ein Trassenwarnband stets im Erdreich verlegt wird und dort meist viele Jahre Verwendung findet, muss es gut vor Umwelteinflüssen geschützt sein. Unsere Trassenbänder werden aus hochwertigem PE (Polyethylen) gefertigt und sind zudem durch einer witterungsbeständige Folie kaschiert. Mit einer Gesamt-Folien-Dicke von etwa 0,15 mm ist das Trassenwarnband somit für den langfristigen Einsatz im Erdreich ausgelegt.

Ist Trassenwarnband Vorschrift?

Es gibt verschiedene Normen und Bestimmungen, die eine Warnmarkierung von Erdleitungen und Rohren tatsächlich vorschreiben. Eine Markierung kann grundsätzlich auch auf anderen Wegen erfolgen, zum Beispiel durch ein Sandbett oder Schotterbett. Doch der Einsatz von Trassenwarnband ist heutzutage der übliche Standard, da es sehr einfach zu handhaben und zudem kostengünstig ist. Ferner lässt sich mit Trassenwarnband sehr einfach kennzeichnen, um welche Leitung es sich handelt.

Kommt ein Trassenwarnband oder Ortungsband zum Einsatz, wird wiederum durch Normen festgelegt, welche Anforderung diese erfüllen müssen. Hier wäre z.B. die FTZ-Norm 548 464 TV1 oder DIN EN12613 zu nennen, die für Trassenwarnband zum Tragen kommen.

Trassenwarnband nach FTZ 548 464 TV1
Trassenwarnband nach FTZ 548 464 TV1

FTZ-Norm 548 464 TV1 für Trassenwarnband

FTZ steht für das Fernmeldetechnische Zentralamt (bzw. später für Forschungs- und Technologiezentrum), welches bereits 1949 als Behörde die Aufgabe hatte Forschungsarbeiten und Vorarbeiten für ministerielle Entscheidungen für die technische Weiterentwicklung des Fernmeldewesens durchzuführen. 1992 wurde das FTZ, welches inzwischen der Deutschen Bundespost unterstellt war, in Forschungs- und Technologiezentrum umbenannt.

Aus dieser Zeit stammt die FTZ-Norm 548464 TV1, die bereits damals definierte, wie ein Trassenwarnband auszulegen war und nach deren Vorgaben noch heute Trassenwarnband hergestellt wird. Auch wenn die Norm zu heutiger Zeit im Internet nicht mehr zu finden ist, sondern vermutlich nur im Deutschen Bundesarchiv verweilt, hat Sie im Bereich der Anwendung von Trassenwarnband noch immer Bedeutung.

Trassenwarnband Telekom nach DIN EN 12613
Trassenwarnband Telekom nach DIN EN 12613

DIN EN 12613 für Trassenwarnband

Hinter der DIN EN 12613 steht - wie der Name andeutet - das Deutsche Institut für Normung (DIN). Die DIN EN 12613 trägt den Titel "Warneinrichtungen aus Kunststoff mit visuellen Eigenschaften für erdverlegte Kabel und Rohrleitungen". Diese Norm legt den Werkstoff, sowie mechanische Eigenschaften und sonstige Anforderungen für Trassenwarnbänder fest, die zur Kennzeichnung von Kabel- und Rohrleitungen im Erdreich dienen.

Unser Trassenwarnband Telekom nach DIN EN 12613 hat fortlaufend zwei verstärkende Kunststoffstreifen, die in das Trassenwarnband eingearbeitet sind, jedoch über Sollbruchstellen verfügen, damit das Trassenband unter definierter Krafteinwirkung reißen kann.


Ortungsband

Ein Ortungsband deckt grundsätzlich den Aufgabenbereich von einem Trassenwarnband ab, ermöglicht es jedoch zusätzlich das Rohr im Erdreich zuverlässig zu detektieren. Kunststoffrohre, sowie nicht-metallische Kabel und Rohrleitungen lassen sich naturgemäß im Erdreich nicht ohne Weiteres orten. Ein Ortungsband ist aus diesem Grund mit zwei fortlaufenden Edelstahldrähten versehen, die mit einem Detektor im Erdreich erkennbar sind.

Die Drähte im Ortungsband sind mit einer zusätzlichen Folierung vor Witterung und mechanischem Abrieb geschützt. Das Ortungsband bieten somit langfristigen Schutz vor kostenintensiven Beschädigungen bei Erdarbeiten oder hilft bei Kontrollzwecken und Funktionstests.

Wo wird ein Ortungsband üblicherweise eingesetzt?

Ortungsband kommt in der Regel bei Wasser-, Abwasser- oder Gasleitungen zum Einsatz. Folgende Aufdrucke sind üblich und bei uns erhältlich:

 

Als Hersteller von Ortungsband können wir auch individuelle Wünsche bei kurzen Lieferzeiten umsetzen - sprechen Sie uns gerne an.

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